Flüsse, Festumzug und farbige Steine – ClubIn-Ausflug nach Passau

Von Jasmin Liese

Die Sonne lacht, als wir uns am Sonntag von München aus auf den Weg nach Passau machen. Wir sind eine Gruppe vom ClubIn Internationaler Treff, bestehend aus 17 jungen Menschen aus acht Ländern. Als wir nach knapp zwei Stunden Zugfahrt in Passau ankommen, ist es schon so warm, dass man locker im T-Shirt herumlaufen kann. Perfektes Ausflugswetter!

Vor dem Bahnhof holt uns unser Stadtführer ab. Das Erste, was er sagt: „Heute ist viel los in der Stadt!“ Sehr zu unserem Vorteil, denn wir sind zufällig genau an dem Sonntag gekommen, als der große Trachten- und Schützenumzug stattfinden sollte. In der ganzen Stadt sieht man Leute in Tracht, geschmückte Pferde ziehen Brauereiwagen und ungefähr alle 100 Meter spielt eine andere Blaskapelle. Das ist natürlich etwas ganz Besonderes und wir machen nicht nur einen Fotostopp, um dem bunten Treiben zuzusehen. Den einen oder anderen ClubIn-Besucher müssen wir förmlich mitschleifen, damit er den Anschluss zur Stadtführung nicht verliert, so viel gibt es bei dem Festumzug zu sehen.

Aber auch abseits vom Trubel sollte man in Passau die Augen offen halten. Denn dann entdeckt man kleine Gässchen wie die Höllgasse. Hier haben viele Künstler, wie Maler oder Bildhauer, ihr Geschäft und die Pflastersteine der Straße sind bunt angemalt. Einen ebenfalls interessanten Farbverlauf gibt es beim Dreiflüsseeck zu bestaunen. Hier fließen die bläuliche Donau, der braun-grüne Inn und die kleine schwarze Ilz ineinander. Als wir in der Stadt sind, fließt alles friedlich vor sich hin. Aber wir sind sehr erstaunt und teilweise schockiert, wie sehr die Flüsse bei Hochwasser die Altstadt überschwemmen. Der Stadtführer hat ein Beweisfoto aus dem Jahr 2013 dabei, auf dem ein Boot durch die jetzige Fußgängerzone fährt.

Auf dem Weg zum Dom treffen wir auch auf ein paar tierische Passauer. An einer Mauer klettern Eidechsen flink durch die Sonne. Nach zwei Stunden Stadtführung sind wir weniger flink unterwegs. Denn der Hunger ruft. Nachdem sich der Stadtführer am Domplatz verabschiedet hat, bilden wir kleine Grüppchen und suchen uns eins der vielen Restaurants und Cafés. Von Türkisch bis Bayerisch ist alles mit dabei.

Nach der Mittagspause gehen alle in kleinen Gruppen auf den kleinen Berg neben der Stadt, um von der Burganlage Veste Oberhaus die Aussicht zu genießen. Lustigerweise trifft sich allerdings keine der Grüppchen oben. Als wir uns am Bahnhof für die Abfahrt treffen, heißt es mehrfach: „Ach, ihr ward auch da oben? Wir haben euch gar nicht gesehen.“ Anscheinend hat jeder einen anderen Weg genommen, aber alle sind sich einig: Der Aufstieg hat sich gelohnt. Das Gleiche gilt auch für Passau insgesamt. Die Stadt ist auf jeden Fall eine Reise wert und mit ClubIn macht ein Ausflug dorthin gleich doppelt so viel Spaß!

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