Der Plätzchenmarathon der Familie Stacheter – ein deutscher Advent

Von Simon Stacheter

Jede Familie in Deutschland feiert das die Adventszeit und das Weihnachtsfest ein wenig anders. In diesem Blog-Eintrag will ich euch zeigen, wie meine Familie und ich feiern.

Wer ich bin? Ich bin Simon! Ich bin 26 Jahre alt und studiere derzeit Soziale Arbeit an der Katholischen Stiftungshochschule in München. Ich bin als Praktikant im ClubIn und bin jeden Donnerstag da. Ich bin in Deutschland geboren und meinen Eltern und Verwandten sind alle deutsch. Deswegen glaube ich, kann ich euch glaube ich einen guten Einblick in ein typisch deutsches Weihnachten geben. Aber Vorsicht! Nicht jede*r Deutsche feiert so, wie wir feiern. Es gibt viele Unterschiede, z.B. beim Essen. Ich kann euch hier natürlich nur UNSER Weihnachten zeigen! 

Die Weihnachtszeit beginnt bei uns auf jeden Fall schon Anfang Dezember oder Ende November. Denn an diesen Tagen fangen meine Oma und meine Mama an, Plätzchen zu backen. Es gibt viele verschiedene Sorten und jeder in der Familie hat seine Favoriten. Ich mag am liebsten Schokozungen und die sogenannten „Besten von Allen“ – die heißen schließlich nicht umsonst so! Alle in meiner Familie lieben Plätzchen, deshalb sind meine Mama und Oma immer fleißig und backen wie die Weltmeisterinnen. Wenn jemand anderes gerade zu Hause ist und Zeit hat, hilft er oder sie natürlich fleißig mit! Weil wir alle so gerne Plätzchen essen, dauert das Backen recht lange, aber wenn alle Sorten fertig sind, ist die ganze Familie überglücklich. Fast jeden Nachmittag und vor allem natürlich Samstag und Sonntag mit allen, treffen wir uns auf Tee oder Kaffee und Plätzchen im Wohnzimmer. Meine Eltern haben einen Holzofen, der den Raum richtig schön warm macht und dann sitzen wir alle zufrieden mit einer Tasse in der Hand auf dem Sofa oder am Esstisch, ratschen ein bisschen und essen unsere Plätzchen. Die Weihnachtszeit sollte ja auch eine Zeit der Entschleunigung und der Ruhe sein, nicht umsonst sagt man in Bayern dazu auch die „staade Zeit“, also die stille/ruhige Zeit.

An den Sonntagen im sogenannten  Advent, so heißt die Zeit vor Weihnachten, wird zusätzlich zu Plätzchen und Tee eine Kerze am sogenannten Adventskranz angezündet. Ein Adventskranz ist ein geflochtener Kranz aus grünen Zweigen, in dem vier große Kerzen stecken. An den vier Sonntagen vor dem Weihnachtsfest am 24.12. wird jede Woche eine neue Kerze angezündet. Dieses Jahr sind die Advents- Sonntage der 02.12, 09.12.,16.12. und der 23.12.. Meine Mama macht unseren Adventskranz jedes Jahr selbst. Der Name Advent kommt aus dem lateinischen „adventus“ und bedeutet „Ankunft“ – damit ist die Geburt Jesu am 24.12. gemeint. Die Kerzen symbolisieren das Licht, das mit Jesus in die Welt gekommen ist.


Eine weitere wichtige Tradition für meine Familie ist der sogenannte Adventskalender. Meine Schwester, mein Papa und ich haben bisher jedes Jahr einen bekommen. Früher hat meine Mama sich dabei sehr viel Arbeit gemacht und für mich und meine Schwester 24 kleine Päckchen aufgehängt. In jedem Päckchen war entweder etwas Süßes oder etwas was man für die Schule oder den Alltag gebraucht hat, wie z.B. einen Stift. In den letzten Jahren bekommen wir alle einen gekauften Adventskalender aus dem Supermarkt, bei dem ist hinter jedem Türchen etwas Schokolade, so kann man sich jeden Tag freuen näher am Weihnachtsfest zu sein!

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